Hat mein Kind Dyskalkulie?
Als erstes möchte ich eines sagen:
Dyskalkulie ist keine Krankheit!
Mathematik ist ein logisches Konstrukt von abstrakten Regeln, die größtenteils aufeinander aufbauen – und genau das ist oftmals das Problem. Dyskalkulie beschreibt eine Beeinträchtigung arithmetischen Denkens.
Was kann auf eine Dyskalkulie hindeuten?
- Ihr Kind greift noch auf das zählende Rechnen zurück.
- Es benötigt deutlich mehr Zeit um „einfache“ mathematische Aufgaben zu lösen, wie „5 – 2“.
- oftmals entwickelt sich eine starke Abneigung gegenüber dem Fach Mathematik, weil man „die Sprache Mathematik“ nicht versteht.
- Angst und Minderwertigkeitsgefühl führen oftmals zu sozialem Rückzug.
Wie funktioniert dann die Lerntherapie?
Am wichtigsten ist, dass die Gedanken, die sich ihr Kind zu mathematischen Fragestellungen macht, ernst genommen werden. Mit dieser Grundeinstellung baut sich der gesamte Therapieprozess auf.
Einige fachdidaktische Stichpunkte hierzu:
- Pränumerische Inhalte
- Begreifbarmachen des Zahlbegriffs
- Operationslogische Prozesse der Addition und Subtraktion
- Multiplikation als Erleichterung additiver Ausdrücke (3 + 3 + 3 + 3 = 4 ⋅ 3)
- Division als Frage des Ein- und Verteilens
- ….
Die Dyskalkulietherapie ist ein längerer Prozess, der meist mindestens ein bis zwei Jahre in Anspruch nimmt. Zu fast jedem Schwerpunkt gibt es spaßige Spiele, die den Therapieprozess spannend machen.
Fangen Sie lieber früher an, bevor die Lücken in den Grundlagen zu immer größer werdenden Problemen führen!